Scratch für Kinder – visuelle Programmierung lernen | ROBBO Club Wien

Scratch

Scratch ist eine visuelle, blockbasierte Programmiersprache, die vom MIT Media Lab speziell für Kinder und Jugendliche entwickelt wurde. Statt Code zu tippen, setzen Lernende bunte Befehlsblöcke per Drag-and-Drop zusammen – so entstehen eigene Spiele, Animationen und interaktive Geschichten.

Was ist Scratch?

Scratch wurde 2007 von der Lifelong Kindergarten Group am MIT Media Lab unter der Leitung von Mitchel Resnick veröffentlicht. Das Ziel: Programmieren so zugänglich machen wie das Bauen mit LEGO-Steinen. Seitdem hat sich Scratch zum weltweiten Standard für den Einstieg in die Informatik entwickelt. Es wird in Schulen von Finnland bis Japan eingesetzt und zählt über 100 Millionen registrierte Nutzer.

Die Idee hinter Scratch ist einfach: Kinder sollen nicht nur Konsumenten von Technologie sein, sondern Gestalter. Statt fertige Apps zu spielen, programmieren sie ihre eigenen. Statt Videos anzusehen, erstellen sie ihre eigenen Animationen. Scratch senkt die Einstiegshürde fast auf null – die einzige Voraussetzung ist, dass das Kind lesen kann.

Schnellfakten zu Scratch

  • Entwickler: MIT Media Lab, Lifelong Kindergarten Group
  • Erscheinungsjahr: 2007, aktuelle Version Scratch 3.0 seit 2019
  • Empfohlenes Alter: 7 bis 16 Jahre (ScratchJr für 5–7 Jahre)
  • Typ: Visuelle, blockbasierte Programmiersprache
  • Plattform: Kostenlos im Browser unter scratch.mit.edu sowie als Offline-Desktop-App für Windows, macOS, ChromeOS
  • Sprachen: über 70 Übersetzungen, inklusive Deutsch
  • Lizenz: Open-Source, kostenlos für Privat- und Schulnutzung

Wie funktioniert Scratch?

Scratch arbeitet mit farbigen Befehlsblöcken, die wie Puzzleteile zusammenpassen. Jede Farbe steht für eine Kategorie:

  • Bewegung (blau) – Sprite nach rechts, links, drehen, zu Koordinaten gehen
  • Aussehen (violett) – Figur wechseln, sprechen, Größe ändern, Effekte
  • Klang (magenta) – Töne abspielen, Lautstärke und Tempo steuern
  • Ereignisse (gelb) – Programmstart, Tastendruck, Mausklick, Nachrichten
  • Steuerung (orange) – Schleifen, Wenn-Dann-Bedingungen, Warten, Stoppen
  • Fühlen (hellblau) – Berührungen erkennen, Abstände messen, Sensoren
  • Operatoren (grün) – Mathematik, Vergleiche, Zufallszahlen, Text
  • Variablen (rot) – Werte speichern, Listen verwalten, Punktestände
  • Meine Blöcke (pink) – eigene Funktionen definieren

Ein Scratch-Projekt besteht aus Sprites – den handelnden Figuren – und einer Bühne, dem Hintergrund. Jedes Sprite hat seine eigenen Skripte, Kostüme und Klänge. Dadurch können mehrere Figuren parallel agieren. Dieses Konzept heißt in traditionellen Sprachen Nebenläufigkeit und taucht normalerweise erst in fortgeschrittenen Kursen auf. Bei Scratch lernen Kinder es intuitiv ab der ersten Stunde.

Was lernen Kinder mit Scratch?

Hinter der bunten Oberfläche stecken dieselben Konzepte wie in professionellen Programmiersprachen:

  • Sequenzen – Schritt-für-Schritt-Anweisungen in der richtigen Reihenfolge
  • Schleifen (wiederhole, für immer) – Wiederholungen ohne Copy-Paste
  • Bedingungen (wenn … dann … sonst) – Entscheidungen im Programm treffen
  • Variablen und Listen – Werte speichern, ändern und verarbeiten
  • Ereignisse – Programme reagieren auf Benutzerinteraktion
  • Parallelität – mehrere Sprites arbeiten gleichzeitig
  • Nachrichten (broadcast) – Kommunikation zwischen Sprites
  • Eigene Blöcke – Funktionen und Prozeduren definieren

Darüber hinaus fördert Scratch Kompetenzen, die weit über das Programmieren hinausgehen: logisches Denken, Problemzerlegung, Debugging als natürlicher Lernprozess, Kreativität beim Entwerfen von Spielen und das Präsentieren eigener Ideen.

Welche Projekte kann man mit Scratch erstellen?

Die Bandbreite ist groß – Scratch ist kein Spielzeug, sondern ein ernsthafter Werkzeugkasten für Kreative:

  • Spiele – Plattformer, Adventure-Spiele, Quizshows, Arcade-Klassiker, Puzzles
  • Animationen und Cartoons – eigene Kurzfilme mit Sprites und Dialogen
  • Interaktive Geschichten – der Zuschauer trifft Entscheidungen, die den Verlauf ändern
  • Simulationen – Schwarmverhalten, Wettermodelle, physikalische Experimente
  • Musikprojekte – eigene Kompositionen, Rhythmus-Maschinen
  • Digitale Kunst – generative Muster, Fraktale, interaktive Grafiken
  • Lern-Apps – Vokabeltrainer, Mathe-Übungen, eigene Lernhilfen

Scratch oder Python? Wann ist der Umstieg sinnvoll?

Scratch ist ein idealer Einstieg, aber irgendwann stoßen fortgeschrittene Lernende an Grenzen. Typische Signale, dass es Zeit für eine Textsprache wie Python ist:

  • Der Lernende möchte komplexere Datenstrukturen wie Dictionaries oder Klassen nutzen
  • Es entsteht der Wunsch nach „echter" Software wie Desktop-Tools, Webseiten oder Data Science
  • Scratch-Projekte werden unübersichtlich mit mehreren hundert Blöcken
  • Der Lernende möchte Code auf GitHub veröffentlichen oder mit anderen kollaborieren

Wir empfehlen den Umstieg typischerweise ab etwa 10–11 Jahren und nach rund 50–80 Stunden Scratch-Erfahrung. Python ist dann der logische nächste Schritt. Die in Scratch gelernten Konzepte – Schleifen, Bedingungen, Variablen – lassen sich direkt übertragen, nur die Schreibweise ändert sich.

Scratch vs. ScratchJr – was ist der Unterschied?

ScratchJr ist die jüngere Schwester von Scratch, speziell für Kinder im Alter von 5 bis 7 Jahren. Die wichtigsten Unterschiede:

  • ScratchJr nutzt bildbasierte Blöcke ohne Text – daher kann ein Kind es bedienen, ohne lesen zu können
  • ScratchJr läuft nur auf Tablets (iOS, Android), nicht am Computer
  • ScratchJr bietet weniger Blöcke und einfachere Funktionen – ideal als erster Kontakt
  • Scratch erfordert Lesefähigkeit und bietet den vollen Funktionsumfang

Der Umstieg von ScratchJr auf Scratch erfolgt typischerweise mit 7–8 Jahren, sobald das Kind sicher lesen kann.

Häufige Fragen zu Scratch

Ab welchem Alter kann mein Kind Scratch lernen?

Scratch ist für Kinder ab etwa 7 Jahren geeignet – die einzige Voraussetzung ist, dass das Kind lesen kann. Für jüngere Kinder zwischen 5 und 7 Jahren empfehlen wir ScratchJr, eine vereinfachte Tablet-Version. Die obere Altersgrenze liegt etwa bei 15–16 Jahren, danach sollten Jugendliche auf Textsprachen wie Python umsteigen.

Braucht mein Kind Vorkenntnisse, um mit Scratch zu starten?

Nein. Scratch ist bewusst so gestaltet, dass Kinder ohne jegliche Programmiererfahrung sofort loslegen können. Die bunten Blöcke zeigen durch ihre Form, welche zusammenpassen. Bereits in den ersten Minuten entstehen erste sichtbare Ergebnisse – eine Katze, die sich bewegt, oder ein Ton, der abgespielt wird.

Ist Scratch kostenlos?

Ja, Scratch ist komplett kostenlos und werbefrei. Man kann direkt im Browser unter scratch.mit.edu arbeiten oder die Offline-Version auf Windows, macOS oder ChromeOS herunterladen. Es gibt keine Premium-Features, keine In-App-Käufe und keine Abo-Modelle. Scratch wird von gemeinnützigen Spenden und der Scratch Foundation finanziert.

Auf welchen Geräten läuft Scratch?

Scratch 3.0 läuft in jedem modernen Browser (Chrome, Firefox, Edge, Safari) und ist daher mit Windows-PCs, Macs, Chromebooks und Linux-Rechnern kompatibel. Auf Tablets funktioniert Scratch ebenfalls, empfohlen wird aber ein Gerät mit Tastatur und Maus für längere Sessions. Für Smartphones ist Scratch nicht optimiert.

Wie lange dauert es, bis mein Kind ein eigenes Spiel erstellen kann?

Bereits in der ersten Unterrichtsstunde entstehen kleine interaktive Projekte. Ein einfaches Spiel wie „Katze fängt Maus" lässt sich in 2–3 Stunden erstellen. Ein komplexeres Spiel mit mehreren Leveln, Punktestand und Animationen benötigt etwa 10–20 Stunden. Unsere Kurse sind so aufgebaut, dass jedes Kind am Ende jeder Einheit ein fertiges Ergebnis mit nach Hause nimmt.

Wann sollte mein Kind von Scratch auf eine „echte" Programmiersprache umsteigen?

Ein Umstieg auf Python ist sinnvoll, sobald Scratch-Projekte unübersichtlich werden (mehrere hundert Blöcke), das Kind Interesse an Textsprachen zeigt oder komplexere Datenstrukturen wie Dictionaries benötigt werden. Typischerweise geschieht das zwischen 10 und 12 Jahren. Die Konzepte aus Scratch – Schleifen, Bedingungen, Variablen – übertragen sich direkt auf Python.

Kann man mit Scratch auch Roboter programmieren?

Ja. Scratch unterstützt über Erweiterungen Hardware wie micro:bit, LEGO Education WeDo 2.0 und LEGO Mindstorms EV3. Damit steuern Kinder echte Motoren, lesen Sensoren aus und bauen physische Projekte. Viele unserer Robotik-Kurse nutzen Scratch als Programmieroberfläche, bevor fortgeschrittene Schüler auf Python oder C++ umsteigen.

Scratch-Kurse im ROBBO Club Wien

Wir setzen Scratch in mehreren Programmen ein – vom Einstiegskurs für 5-jährige bis zum intensiven Game-Design-Camp in den Sommerferien. Hier unsere aktuellen Angebote mit Scratch:

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8-10 Jahre
 199,00
Scratch + Minecarft 8-10J 1020
11.05.2026 - 22.06.2026
17:30
- 19:00
5-7 Jahre
 199,00
Scratch 5-7J 1020
11.05.2026 - 22.06.2026
16:00
- 17:30
8-12 Jahre
Preisspanne: € 143,00 bis € 429,00

3 Raten möglich

Sommer Scratch Camp 8-12J 1090
10.08.2026 - 14.08.2026
08:30
- 16:30
8-12 Jahre
Preisspanne: € 143,00 bis € 429,00

3 Raten möglich

Sommer Scratch Camp 8-12J 1090
27.07.2026 - 31.07.2026
08:30
- 16:30
8-12 Jahre
Preisspanne: € 143,00 bis € 429,00

3 Raten möglich

Sommer Scratch Camp 8-12J 1090
13.07.2026 - 17.07.2026
08:30
- 16:30
8-12 Jahre
Preisspanne: € 143,00 bis € 429,00

3 Raten möglich

Sommer Scratch Camp 8-12J 1030
24.08.2026 - 28.08.2026
08:30
- 16:30
8-12 Jahre
Preisspanne: € 143,00 bis € 429,00

3 Raten möglich

Sommer Scratch Camp 8-12J 1030
13.07.2026 - 17.07.2026
08:30
- 16:30

Offizielle Ressourcen

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Falls noch Plätze verfügbar sind, können Sie auch eine kürzere Aufenthaltsdauer (1-4 Tage) zu folgenden Konditionen buchen:

4 Tage: 343 €

3 Tage: 300 €

2 Tage: 200 €

1 Tag: 150 €

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3 Altersgruppen — 3 Plattformen